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Abgrenzung statt Schutz

  • vor 4 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Wie man es schafft, Kritik nicht länger persönlich zu nehmen.



Kritikfähigkeit wird gerade im Berufsleben grossgeschrieben und es scheint, als würde einigen die Annahme von Kritik viel leichter fallen als Anderen. Personen, die damit Mühe haben, helfen auch gut gemeinte Ratschläge wie «Nimm es nicht persönlich.» oder «Leg dir eine dickere Haut zu.» wenig und viele von ihnen neigen dazu, nicht zu zeigen, dass sie sich eigentlich verletzt fühlen. Wie genau kann man lernen, zu sich selbst zu stehen und die Kritik aus einer gesunden Distanz zu betrachten?



Warum Kritik weh tun kann


Obwohl hochentwickelt, reagiert unser Gehirn nach wie vor sehr archaisch: In einem ersten Schritt werden Informationen aus der Aussenwelt in ‘gefährlich’ und ‘sicher’ geordnet. Sobald das System eine Gefahr vermutet, reagiert es mit Kampf, Flucht oder Erstarren, und dies noch lange bevor sich der rationale Verstand einschalten kann. Obwohl das Kritisiert-Werden keine Gefahr darstellt, reagieren wir mit Verteidigung, indem wir uns rechtfertigen oder gar einen Gegenangriff starten, mit Unterordnung, indem wir uns entschuldigen, oder mit Flucht, indem wir uns aus der Situation oder gar von der Person zurückziehen um eine gleiche Erfahrung zukünftig zu vermeiden. Wo dies nicht möglich ist, verkriechen wir uns energetisch in uns selbst, im Versuch uns auf diese Weise zu schützen. Das Erlebnis kann in unserem System tiefe Spuren hinterlassen und uns zukünftig in ähnlichen Situationen ängstlicher reagieren lassen oder dann unsere Handlungsfähigkeit einschränken.



Der Versuch, sich zu schützen


Das Kritisiert-Werden kann, gerade wenn heftige negative Vorerfahrungen getriggert werden, starke Gefühle der Verunsicherung, Trauer, Schuld und Scham auslösen. Durch ‘Nicht-Fühlen-Wollen’ und ‘Herunterschlucken’ bleiben diese im eigenen System, wo sie Blockaden bilden. Viele Menschen bilden unbewusst dicke energetische Schutzmauern, um sich vor diesen unangenehmen Gefühlen und ähnlichen Situationen zu schützen.



Der Nachteil des Sich-Schützens


Diese sogenannten Herzmauern schützen uns aber nicht nur vor Kritik, sie beeinflussen unseren gesamten Kontakt zur Aussenwelt und distanzieren uns dadurch von ihr. Denn wenn immer wir mit jemandem oder etwas in Kontakt sind, besteht ein natürlicher Informationsaustausch zwischen den Energiefeldern. Wird dieser von einer Herzmauer blockiert, spüren wir andere und sie uns weniger. Das Gegenüber kann einem dadurch als distanzierter oder sogar arroganter wahrnehmen, und es kommt häufiger zu Missverständnissen, da ja ein Grossteil jeder Kommunikation auf der Beziehungsebene stattfindet.



Abgrenzen statt schützen


Abgrenzen meint, dass man in sich stark ist und Kritik annehmen kann, ohne sich schlecht zu fühlen oder an sich selbst zu zweifeln. Wer in sich ruht, fühlt sich dadurch nicht persönlich angegriffen. Im Gegensatz zur starren Schutzhülle besteht beim Abgrenzen energetisch gesehen eine leichte, elastische und durchlässige Schutzschicht, durch welche die Umwelt vollständig wahrgenommen wird, die aber filtert und nur hineinlässt, was auch hineindarf und soll. Wir bleiben verbunden und sind trotzdem sicher.



Abgrenzen ist lernbar!


Beim Abgrenzen-Lernen wird die Eigenkraft und die energetische Verwurzelung in sich selbst gestärkt, wodurch man auf andere als stark und selbstbewusst, aber nicht als dominant wirkt. Diese energetische Haltung bewirkt zudem, dass uns mehr gelingt und wir auch weniger kritisiert werden, denn wir ziehen an, was wir aussenden: Wer Angst vor Kritik hat, zieht mehr Kritik an. Wer Selbstsicherheit ausstrahlt, der oder dem gelingt mehr.

Die bewusste Auseinandersetzung mit den eigenen Gefühlen führt zudem dazu, dass Blockaden gelöst und Herzmauern abgebaut werden können. Durch das freiere Fliessen der Energie werden wir handlungsfähiger, damit präsenter und flexibler.

Indem wir uns uns selbst zuwenden, an und mit uns arbeiten und auf diese Weise für uns einstehen, können Selbstakzeptanz und Selbstliebe wachsen, was unser Selbstbewusstsein stärkt und uns selbstsicherer wirken lässt.



Hol dir Unterstützung!


Man muss den eigenen Lebensweg zwar selbst gehen, von Wissens- und Erfahrungsschatz anderer zu profitieren und sich mit ihnen auszutauschend ist aber oft inspirierend, bereichernd und nicht selten auch eine grosse Unterstützung.

Vielleicht möchtest du dies im Rahmen von einer oder mehreren Einzelsitzungen tun, oder aber du fühlst dich angegriffen oder ringst mit deinen inneren Dämonen, in dem Fall wäre vielleicht mein Kurstag «Weg ins Licht – Wie du deine Dämonen zähmst» etwas für dich?


Probleme von Tieren lösen

Ich berate dich gerne! 

 
 
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