«Schamane» nennen sich viele
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Warum es aber die meisten nie über die Basics hinausschaffen.
Schamane ist kein geschützter Begriff und somit kann sich jeder so nennen. Viele bezeichnen sich selbst so, weil sie Rituale durchführen, heilkundig sind, sich in Kursen entsprechendes Wissen aneigneten und vielleicht sogar ein entsprechendes Diplom besitzen. Nur wenige von ihnen gehen aber den schamanischen Weg wirklich als Lebens- und Berufungsweg.
Schamanisieren kann jeder – das macht einem aber nicht zum (Berufs-)Schamanen
Unter Schamanismus verstehen die meisten hierzulande Trommeln und Rasseln, die absichtliche Rückverbindung mit Naturelementen mit Hilfe von Ritualen, und meditative Leichttrancereisen ins Unter- oder Überbewusstsein. Beten, die Verwendung von Instrumenten, das Feiern von Festen, Machen von spirituellen (Trance-)Erfahrungen durch Übergangsrituale und teilweise sogar die Durchführung energetischer Heilbehandlungen waren in indigenen Traditionen aber nicht den Schamanen vorbehalten, sondern wurden von jedem Stammesmitglied praktiziert.
Im alten Europa lebte der Grossteil der Bevölkerung auf abgelegenen Höfen und nicht in grösseren Siedlungen. Professionelle medizinische und divinatorische Hilfe waren schwer zugänglich. Unsere Vorfahren waren der Natur und ihren Kräften ausgeliefert, mussten diese gütig stimmen und mit ihnen zusammenarbeiten. Die Kommunikation mit Naturgeistern, heilendes Pflanzenwissen und divinatorische Rituale wurden somit von allen praktiziert.

In vielen indigenen Gesellschaften galt der Schamane als Stammesführer, wobei aber Entscheidungen gemeinsam gefällt wurden. Seine Aufgabe bestand neben organisatorischen und vermittelnden Tätigkeiten daraus, den Kontakt mit den Geistern zu halten, denn davon hing das Überleben des Stammes ab: Durch diese geistige Verbindung erfuhr er beispielsweise, wann die Tierherden in der Nähe durchziehen würden und konnte rechtzeitig vor drohenden Naturkatastrophen warnen. Durch eigene, mit Einzelnen oder der ganzen Gesellschaft durchgeführten Rituale nährte er die energetische Verbindung mit den richtigen Kräften, um persönlich wie kollektiv in Harmonie mit sich und der Umwelt leben zu können. In den meisten Fällen wurden solche Menschen bereits in der Kindheit von Geistern aufgesucht, so für diesen Weg ausgewählt und anschliessend von älteren Schamanen und ihren Führungsgeistern über Jahrzehnte ausgebildet.
Schamanismus hier und heute
Die Führung unserer Gesellschaft ist längst nicht mehr den mit Geistern in Verbindung stehenden Schamanen vorbehalten. Aber Personen, welche durch ihre starke Verbindung mit den Spirits den Weg weisen, werden weiterhin von vielen aufgesucht, die Orientierung oder Heilung suchen, weshalb sie weiterhin ihre Daseinsberechtigung haben. Viele fühlen sich zu dieser Art von Arbeit gerufen, entdecken und schulen ihr Wissen und ihre Fähigkeiten. Kurse und Ausbildungen zur Aneignung von Wissen und Techniken gibt es heutzutage viele, das Wissen wird wieder leichter zugänglich und es zu nutzen gilt nicht länger als gefährlich. Sich auf diese Weise weiterzubilden weckt schlummernde Kräfte in uns und wir erinnern uns an unsere Schöpferkraft, wodurch wir kraftvoller und selbstbestimmter werden.
Das Lernen und Nutzen des Wissens und der erlernten Techniken um sich und anderen zu helfen bringt vielen Erfüllung. Aber einige fühlen mit der Zeit, dass sie durch das Anwenden von gelerntem Wissen und fixen Techniken nur «an der Oberfläche kratzen» und da noch sehr viel mehr möglich wäre, dass sie sich und anderen zwar vorübergehend Erleichterung verschaffen, die «Knoten» aber nicht nachhaltig zu lösen vermögen.
Warum das Wichtigste fehlt
Schamanismus ist nicht Wissen oder Techniken, ein stimmungsvoll eingerichteter Ritualraum oder die Verwendung exotischer Gegenstände, sondern Geistheilung. Im Zentrum steht die Zusammenarbeit mit den Spirits, denn der Schamane öffnet das Tor, indem er sie ruft und zum höchsten Wohle wirken lässt. Wissen, Techniken, ein energetisch sauberes Umfeld, reine Gedanken und gute Absichten helfen, aber die wahre Magie kommt durch die Ausrichtung des Energieflusses. Der Schamane erfährt von den Spirits, was es in einer bestimmten Situation zu tun gibt und wie er vorgehen soll, damit die Spirits auf optimalste und kraftvollste Weise durch ihn wirken können.
Viele gehen aufgrund wenn auch oftmals unbewusst stark christlich geprägten Denkens davon aus, man könne die Spirits einfach rufen, die müssten dann auch zwingend auftauchen und helfen, dass man einfach empfangen dürfe ohne je etwas zu geben, alles Licht und Liebe sei und so auch niemals etwas schiefgehen könne. Ihnen ist nicht bewusst, dass der Grossteil der schamanischen Arbeit nicht während des Rituals oder der Behandlung stattfindet, sondern ausserhalb, und wie viel Hingabe und Disziplin dafür notwendig sind, denn die tiefe Arbeit mit den Spirits ist das Aufrechterhalten einer innigen Freundschaft:
Es gilt, sie gut kennen zu lernen, um sie später von anderen störenden Geistern sicher unterscheiden zu können, wie auch die Verbindung mit ihnen zu stärken, damit ihre Energie stark durch einem fliessen kann. Die dafür nötigen Hellsinne, spirituelle Kraft, Elastizität wie Kontrolle der eigenen Aura, Verständnis und Vertrauen soweit zu entwickeln, um stets die richtigen Informationen zu erhalten und sich bei der kraftvollen energetischen Arbeit geschützt zu wissen, auch in schwierigen Situationen wie bei Angriffen, setzt viel Wille, Hingabe und Disziplin voraus. Die Führungsgeister sind keine «Mitarbeiter» oder gar «Angestellten», sondern kraftvolle weiterentwickelte Energien, die fordern, dass man an sich selbst arbeitet und sich weiterentwickelt. Denn je mehr das der Fall ist, desto reiner und egofreier ist das eigene Feld und desto mehr lichtvolle Kraft und damit Heilung können die Spirits durch den Schamanen manifestieren.
Von den «Basics» zur «hohen Schule»
Kurse können uns Wissen und Techniken vermitteln, die uns helfen, unseren geistigen Horizont zu erweitern und uns Werkzeuge geben, mit denen wir arbeiten können. Dies ist eine wertvolle Basis, macht uns aber noch längst nicht zu Schamanen, denn die Zusammenarbeit mit den Spirits lässt sich dadurch nicht erlernen. Wenn man Glück hat, zeigen sich in angeleiteten Ritualen Geisthelfer, die mit einem arbeiten wollen. Den Kontakt mit diesen Spirits aber aufrecht zu erhalten, zu intensivieren, sich von ihnen unterrichten und formen zu lassen, so zu wachsen und sich selbst zu entwickeln passt in keinen Kurs, sondern ist die Aufgabe des Lernenden. Das über Jahrzehnte mit voller Hingabe durchzuziehen wollen und schaffen nur Personen, deren Berufung es ist, schamanisch zu wirken und die diese auch annehmen und sich diesem Weg verschreiben. Während jeder schamanisieren kann ist der (berufs )schamanische Weg ein Lebensweg, denn die eigene Entwicklung und der Unterricht durch die Spirits finden bis an unser Lebensende statt – und wohl auch noch weit darüber hinaus.
Habe ich das Zeug zum Schamanen?
Wie weit du den schamanischen Weg gehen kannst hängt von deiner Berufung ab, also ob sich deine Seele diese Art zu wirken als Lebensaufgabe vorgenommen hat und ob dir entsprechende Führungsspirits zur Seite stehen. Dies kann sich dir in Visionen oder Träumen, bei einer Channeling- oder Divinations-Session, wie in Trance-Ritualen zeigen.
Daneben aber bestimmt deine Hingabe, inwiefern deine Spirits gewillt sind, dich zu unterstützen und mit dir zusammenarbeiten können. Denn mit deinem freien Willen liegt es an dir, dich für diese Zusammenarbeit, Lebens- und Wirkweise zu entscheiden - wie auch allen Herausforderungen, die diese mit sich bringt. Immer wieder neu.
Du möchtest dein volles schamanisches Potential entfalten und bist bereit, den nötigen Einsatz zu zeigen? Gerne unterstütze ich dich dabei!

Ich berate dich gerne!



