„Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los.“
Wenn es nach Halloween oder der Ahnenarbeit spukt.
Wer kennt sie nicht, die berühmten Zeilen aus Goethes Zauberlehrling? Voller Übermut beschwört der Lehrling Kräfte herauf, die er nicht kontrollieren kann. Am Ende steht er verzweifelt in einer überschwemmten Stube und ruft nach dem Meister. Was in der klassischen Ballade als Gleichnis für menschliche Selbstüberschätzung dient, erlebe ich in diesen Wochen nach Halloween und der Ahnenarbeit immer wieder:
Genau in dieser Jahreszeit häufen sich die Nachrichten von Menschen, die voller Angst an mich herantreten. Sie berichten von Schritten im Flur, plötzlichen unerklärlichen Kältezonen im Raum, dem Gefühl beobachtet zu werden, von plötzlicher starker Müdigkeit oder emotionalen Schwankungen beim Betreten des Hauses, von ins Leere starrenden oder bestimmte Räume meidenden Haustieren, oder gar von sich bewegenden Gegenständen. Es spukt und sie wissen nicht, wie sie die Geister wieder loswerden sollen.
Halloween-Kerzen als unbewusste Einladung
Viele haben rund um den 31. Oktober Räben oder Kürbisse geschnitzt, Grablichter entzündet und Kerzen vor die Tür oder auf den Balkon gestellt. Das Problem dabei ist selten das Brauchtum selbst, sondern die unbewusste Absicht dahinter, denn häufig wurden diese Lichter „für die Geister“ angezündet, sei es aus einem schaurig-schönen Gruselgefühl heraus oder aus unbedachter Tradition. Wer Kerzen jedoch nicht explizit für das höchste Licht oder die reinste göttliche Quelle entzündet, sondern sie neutral oder spielerisch „den Geistern“ widmet, setzt energetisch ein Leuchtfeuer in der Dunkelheit ab. Es ist eine offene Einladung an alles, was da draussen herumschwirrt und wer seine Tür nicht sichert, muss sich nicht wundern, wenn ungebetene Gäste eintreten.
Der dünne Schleier und die Tücken der Ahnenarbeit
Die Tage im Spätherbst sind magisch. Es ist die Zeit, in der der Schleier zwischen der sichtbaren und der unsichtbaren Welt hauchdünn wird. Viele nutzen diese Phase für tiefgehende Ahnenarbeit, um Frieden in die eigene Ahnenlinie zu bringen und die Wurzeln zu ehren. Doch genau hier liegt eine zweite, grosse Gefahrenquelle, nämlich die Arbeit im ungeschützten Raum. Wenn wir uns ohne energetischen Schutz, ohne klare Führung und ohne Fokussierung auf die lichtvollen Ebenen für die Anderswelt öffnen, ziehen wir wie ein Magnet Energien an, die uns nicht guttun.
Kritisch wird dies im Zusammenhang mit den nicht geläuterten Ahnen, also jenen Seelen der Familiengeschichte, die aufgrund von Traumata, plötzlichem Tod oder schwerer Schuld den Weg ins Licht nicht gefunden haben. Sie hängen oft in den erdgebundenen Zwischenreichen fest. Beginnen wir nun unvorbereitet, nach den Ahnen zu rufen, verstehen diese Seelen das als Einlasskarte in unser Energiefeld und unsere Wohnräume. Sie suchen die Energie der Lebenden, weil ihnen die Anbindung an die Quelle fehlt. Das Ergebnis? Es beginnt im Haus zu spuken, und die Betroffenen fühlen sich energetisch ausgelaugt und verängstigt.

Zusätzlich besteht das Risiko, Trittbrettfahrer-Energien anzuziehen: Erdgebundene Geister suchen gezielt nach Menschen mit hoher energetischer Frequenz. Wenn ein Raum für Ahnenarbeit geöffnet wird, leuchtet dieser in der Geistwelt wie eine Fackel. Fehlt der explizite Schutz, ziehen Praktiker oft gar nicht die eigenen Ahnen an, sondern fremde Wesenheiten, die sich als Trittbrettfahrer Zugang verschaffen.
Schamanische Rituale sollten stets in einem energetisch geschützten Raum durchgeführt werden. Für jene in der Ahnenzeit ist dies besonders wichtig, damit kein Portal offen bleibt und die Geister der Vergangenheit danach nicht bleiben im Raum oder der eigenen Aura bleiben. Wer keinen energetisch sicheren Raum erstellen und halten kann, sollte sich bei der Ahnenarbeit begleiten lassen.
Deine lichten, erlösten Ahnen spuken nicht. Wenn dich beispielsweise deine Urgrossmutter besucht, fühlst du dich warm, beschützt und geliebt. Hinterlässt die Präsenz jedoch Angst, Enge oder Unruhe, handelt es sich um eine unerlöste Energie, die Grenzen braucht.
Wenn wir kürzlich Verstorbene unbewusst festhalten
Aus tiefer Trauer rufen oder flehen viele die Seele im stillen Zwiegespräch an, bei ihnen zu bleiben. Was aus Liebe geschieht, wird in der Geistwelt jedoch zur energetischen Fessel: Wir hindern die Seele daran, den Weg ins Licht anzutreten, und binden sie an die schwere irdische Ebene. Wahre Liebe bedeutet hier, in Frieden loszulassen. Die beste Aktion, die du für eine frisch verstorbene Seele tun kannst, ist das Entzünden einer weissen Kerze. Widme dieses Licht ganz bewusst dem Weg der Seele und sprich dazu: „Ich liebe dich, und ich lasse dich gehen. Dieses Licht schenkt dir die Kraft und den Weg, um jetzt vollständig ins Licht zu gehen. Es ist sicher für dich.“ So schenkst du ihnen die nötige Energie für ihre Reise, anstatt sie festzuhalten.
Wie du die Geister wieder loswirst
Die geistige Welt ist kein Spielplatz für Gruselromantik. Je nachdem, wie viel Kraft die angezogenen Geister haben, wirst du mit ihnen alleine fertig oder brauchst den alten Meister, um es in Goethes Worten auszudrücken, in der Form eines gut geschulten und energetisch solide ans Licht angebundenen Experten. Hol dir Hilfe, wenn Folgendes nicht funktioniert:
Radikales Loslassen & Klären: Nicht erlöste Ahnen und erdgebundene Seelen müssen klar und liebevoll, aber absolut bestimmt ins Licht verabschiedet werden. Sie gehören nicht in deinen Wohnraum. Signalisiere ihnen, dass ihre Zeit auf der Erde vorbei ist.
Weisse Kerze entzünden: Widme diese dem höchsten Licht, der Schöpferkraft, indem du beim Entzünden deine explizite Absicht äusserst: „Ich entzünde dieses Licht ausschliesslich für das höchste, reinste Licht der Schöpferkraft.“
Energetische Raumreinigung: Räuchere dein gesamtes Zuhause bis in jede Ecke kräftig von hinten bis nach vorne zur Haustür mit weissem Salbei, Beifuss, Wachholderbeeren, Eisenkraut oder Kampfer. Lasse dabei die Fenster geschlossen und öffne sie, wenn du fertig bist, damit allfällige Energien entweichen können. Falls du einen Rauchmelder hast, so schalte diesen für die Zeit des Räucherns aus.
Grenzen setzen: Schliesse energetische Portale, indem du dein Haus in einem Kokon aus goldenem oder violettem Schutzlicht visualisierst, das nur Liebe und Wahrheit hindurchlässt. Praktiken aus der Energiearbeit wie beispielsweise Reiki können dir hier helfen, noch kräftiger zu wirken.
Positive Energie einladen: Warte dann ab und wenn du nach einigen Stunden das Gefühl hast, dass der Spuk vorbei ist, räuchere mit Weihrauch um die Schwingung zu erhöhen, falls du zum Weihrauch auch Myrrhe hast, so hilft diese, die Räume nach der Vertreibung zu versiegeln.
Du brauchst Unterstützung?
Wenn die Energien in deinem Zuhause zu schwer wiegen und Spukphänomene trotz Reinigung nicht verschwinden, musst du da nicht alleine durch. Melde dich bei mir für ein energetisches Clearing oder eine begleitete, geschützte Ahnenarbeit. Gemeinsam bringen wir die Seelen ins Licht und den Frieden zurück in dein Heim.

Ich berate dich gerne!



