Heilige Wut
- SoulFreedom.ch

- 20. Sept. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Warum Wut kein Makel, sondern ein Mutmacher ist.
Das gesellschaftliche Bild und seine Folgen
Wut zu zeigen gilt in der Gesellschaft als verpönt. Wer wütend ist, gilt schnell als unbeherrscht oder hysterisch. Besonders Frauen wird Wut nur selten zugestanden. Sie werden als Furien abgestempelt, als irrational oder zu emotional. Männer hingegen gelten in Wutmomenten oft als aggressiv und gefährlich. Dabei ist Wut nicht das Problem, sondern unser Umgang mit ihr ist es: Aus Angst vor Zurückweisung, vor Liebesentzug, vor dem Vorwurf, "zu viel" zu sein zeigen wir unsere Wut nicht. Wir haben gelernt, zu gefallen, uns anzupassen, sie runterzuschlucken. Aber die unterdrückte Wut verschwindet nicht, sondern verwandelt sich nur; in Trauer, Resignation, oder sogar Selbsthass. So wirkt sie weiter, unterschwellig und zermürbend.
Die Kraft der heiligen Wut

Wut ist nicht hässlich, sondern äusserst kraftvoll, ehrlich und sogar heilig. Sie zeigt uns, dass etwas nicht stimmt, eine Grenze überschritten wurde, wir uns ungerecht behandelt fühlen, oder dass ein Missstand da ist, der nicht länger ignoriert werden kann. Somit ist Wut ein wertvoller innerer Kompass, denn sie macht aufmerksam auf Ungerechtigkeiten in unserem Leben, in der Gesellschaft, und in unseren Beziehungen.
Mut zur Wut
Wut mobilisiert grosse Mengen an Energie, und ist so oft der Anfang der Veränderung, denn sie fordert uns auf, hinzuschauen und nicht länger zu schweigen. Wütende verändern die Welt. Nicht, weil sie schreien, toben oder kämpfen, sondern weil sie sich trauen, ihre Wahrheit zu sagen, weil sie Grenzen setzen und weil sie sich nicht mehr kleinmachen. Es bringt wenig, jeden anzuschreien, sondern in sich hineinzufühlen und zu erkennen: Ich bin wütend, und das ist okay. Diese Wut verdient Raum, sie darf da sein. Sie ist kein Makel, sondern ein Zeichen von Selbstwert.
Wut produktiv nutzen
Wenn wir unsere Wut zulassen, beginnen wir, für uns einzustehen. Wir lassen nicht mehr alles mit uns machen und schaffen Abstand zu Menschen, die uns nicht guttun. Wir hören auf, uns zu entschuldigen, dafür dass wir fühlen, sondern beginnen, unsere Wut in Mut zu verwandeln: Mut, klar zu sein, uns selbst treu zu bleiben und uns aus alten Mustern zu befreien.
Dabei geht es nicht darum, die Kontrolle zu verlieren. Sondern es geht darum, die Kontrolle zurückzugewinnen, über das, was in uns lebendig ist. Wenn du weinst oder wütend wirst, dann lass es zu. Gib dem Raum. Deine Wut will nicht zerstören, sie will gehört werden. Wenn du sie nicht länger bekämpfst, sondern ihr zuhörst, kannst du sie wandeln. In Stärke, Klarheit und Mut. Denn Wut als Mut tut gut.
Wie du im sicheren Rahmen Dampf ablassen kannst
Breathwork ist ein kraftvolles Werkzeug, um Zugang zur eigenen Wut zu bekommen und sie in einem sicheren, gehaltenen Rahmen zu spüren, auszudrücken und schliesslich zu transformieren: Durch die Atemarbeit beobachtest du deine Emotionen, ohne sie sofort handeln oder unterdrücken zu müssen. Du spürst: „Ich bin nicht meine Wut, aber ich darf sie fühlen.“ Das gibt dir eine neue Beziehung zu dieser Energie. Statt impulsiv zu reagieren oder sie zu verdrängen, lernst du, sie zu halten. Das bringt innere Freiheit und Klarheit. Breathwork arbeitet körperlich und umgeht den Verstand. Du musst nichts erklären oder rechtfertigen, sondern gibst deinem System die Möglichkeit, die aufgestaute Energie loszuwerden. Ob durch Schütteln, Schreien, Zittern oder Weinen. Nach der Entladung kommt ein Gefühl von Erleichterung, innerer Ruhe und Klarheit. Du kannst wieder spüren, was du brauchst. Du fühlst dich mehr bei dir, verbundener. Die Wut, die vorher innerlich geknistert hat, ist nicht mehr gefährlich, sondern wird zur Kraftquelle.
Du möchtest deine Wut als Kraftquelle nutzen lernen?
Gerne unterstütze ich dich dabei!

Ich berate dich gerne!



